» Schopfloch – Adelberg

Über die anmutige Burgruine Reußenstein, die hoch auf einem Felsen über dem Neidlinger Tal liegt, gelangt man in den Landkreis Göppingen.

Am Bläsiberg vorbei geht es hinab ins Hasental. Man passiert den romantischen Quelltopf der Fils, die sich in ihrem weiteren Verlauf tief ins Karstgestein gegraben und den Landkreis Göppingen über die Jahrtausende maßgeblich geprägt hat.

Nach kurzer Zeit erreicht man Wiesensteig, ein mittelalterliches Städtle. Eng verwinkelte Straßen und Gassen, die eindrucksvolle Stiftskirche St. Cyriakus, das malerische Residenzschloss der Helfensteiner und die vielen pittoresken Fachwerkbauten zeugen von früheren Zeiten.

Immer der Fils entlang gelangt man über Mühlhausen im Täle nach Gosbach. Dort bietet sich die Gelegenheit für einen kurzen Halt im Natur-Genuss-Zentrum, um sich über die Vielfalt der regionalen Produkte zu informieren oder um die daneben liegende Mühle zu besichtigen.

Das gesamte Obere Filstal ist geprägt von den bewaldeten Hängen des Albtraufs. Aber auch von Streuobstwiesen und Wacholderheiden mit einer Vielzahl an seltenen Pflanzen wie Orchideen, Enziane und Silberdisteln. Oft sind Schafe und Ziegen zu sehen, die für die Pflege der Wiesen und Heiden eingesetzt werden – daher wird das Tal auch liebevoll „Goißatäle“ genannt.

Weiter geht es nach Bad Ditzenbach, wo nach den radlerischen Anstrengungen das Thermalbad zur Entspannung einlädt. Als Pedelec-Fahrer können Sie auch leicht noch einen Abstecher hinauf zur Ruine Hiltenburg machen.

Rund um Deggingen lohnt sich ein Ausflug in eines der malerischen Seitenteiler, u.a. in das Dürrntal, um einen der größten Schafzuchtbetriebe der Region zu besuchen. Ein paar Kilometer weiter, am Rande von Deggingen, liegt die bekannte Wallfahrtskirche Ave Maria. Hier kann man die Stille im Kirchenraum genießen oder auch an einer Klosterführung der Kapuzinermönche teilnehmen.

Etwas weiter flussabwärts ist schon von Weitem die 250 Meter hohe Hausener Wand zu erkennen, die vermutlich nach einem Felsrutsch am Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Gleich danach folgt der wunderschöne Kurort Bad Überkingen – das ein weit bekanntes Kleinod unter den Thermalbädern beherbergt.

Die nächste Station ist Geislingen an der Steige, auch Fünftälerstadt genannt, mit einer bezaubernden Altstadt. Die Burgruine Helfenstein mit ihren wunderschönen Ausblicken oder die Fabrikverkäufe bei der WMF-Fischhalle laden zu einer längeren Rast ein.

Weiter geht es an dem Flüsschen Eyb entlang durch das idyllische und ruhige Naturschutzgebiet „Eybtal“. Dieses ist mit seinen 1.300 Hektar das größte im Regierungsbezirk Stuttgart. 20 markante Weißjura-Felsen, naturnahe Waldbestände, zahlreiche Schluchtwälder und Klingen, Quellen, Bäche, Streuobstwiesen sowie 400 Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen, gehören zu den Besonderheiten.

Auf dem Weg passiert man die „Obere Roggenmühle“, die eingebettet im engen Tal liegt und heute ein beliebtes Ausflugsziel mit Forellenzucht ist. Das sprudelnde Wasser aus dem Mordloch, einer mit Wasser gefüllten Höhle, füllt die Forellenteiche und fließt am Ende der Mühle in die Eyb.

Die nächste Station ist Treffelhausen, wo die Eyb aus einer Felskluft entspringt. Von hier aus gelangt man über steiles Gelände hinab nach Lauterstein. Dort steht das malerische Schloss Weißenstein. Die Geschichte des Schlosses und der früheren Burg reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute befindet es sich in Privatbesitz und ist als Hochburg der Mikrofotografie weltweit bekannt.

Weiter geht es nach Nenningen. Mitten im Ort befindet sich direkt am Ufer der Lauter eine Friedhofskapelle von 1582, die einen Besuch wert ist. Das Schmuckstück der Kapelle ist eine 163 cm hohe Pieta aus Lindenholz, ein Spätwerk des berühmten bayrischen Hofbildhauers Ignaz Günther.

Der Weg führt durch das schöne und sagenumwobene Christental mit einem sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Stausee.

Über die Reiterleskapelle bei Tannweiler gelangt man bis an den Fuß des Stuifen (757 m ü. NN). Zusammen mit dem Rechberg (707 m ü. NN) und dem Hohenstaufen (684 m ü. NN) bildet er die Drei Kaiserberge. Mit ihren markanten Formen prägen sie die Silhouette der Landschaft rund um Göppingen. Der berühmteste dieser Zeugenberge ist zweifellos der Hohenstaufen, auf dem einst die Stammburg des berühmten Kaisergeschlechts der Staufer stand.

Die Route führt vom Stuifen aus am Rechberg vorbei über den Aasrücken – mit seinen herrlichen Ausblicken in das Ottenbacher Tal – zum Ort Hohenstaufen. Dort angekommen, empfiehlt sich ein Besuch im Dokumentationszentrum für staufische Geschichte. Hier erfährt man alles über das Herrscherhaus der Staufer. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Aussichtsplateau des Hohenstaufen selbst, der mit den Resten der Burgruine, seiner neu gestalteten Gastronomie und einem einzigartigen Rundblick für die Mühen des Aufstiegs entlohnt.

Zu empfehlen sind darüber hinaus die Barbarossakirche in Hohenstaufen sowie die nahe gelegene „Spielburg“, einem landschaftlich überaus reizvoll auf einer Weißjura-Scholle gelegenen Naturschutzgebiet.

Weiter geht es hinab ins Tal nach Wäschenbeuren. Die imposanten Mauern des abseits gelegenen Wäscherschlosses, das im Jahr 2011 „Burg des Jahres“ war, sind sicher einen Besuch wert.

Der Weg verläuft nun auf dem Kaisersträßle, eine aus dem Mittelalter überlieferte Ost-West-Verbindungslinie über den Höhenrücken des Schurwaldes.

Nach einigen Kilometern bergauf und bergab erreicht man Börtlingen. Schon von Weitem ist der Reinhold-Maier-Turm zu sehen. Der leuchtturmähnliche Aussichtsturm war ursprünglich ein alter Wasserturm. Von oben reicht der Blick von den Drei Kaiserbergen über die Täler von Fils und Rems bis hin zu den Bergen der Schwäbischen Alb, der „Blauen Mauer“, wie Eduard Mörike sie nannte.

Vor dem „Aufstieg“ nach Adelberg lohnt noch zur „Stärkung“ die Einkehr in das bekannte Ausflugslokal Zachersmühle.

In Adelberg ist der Besuch des Klosters ein absolutes Muss. Bei einem Spaziergang durch die Anlage rund um die mehr als 500 Jahre alte Ulrichskapelle, fühlt man sich in frühere Zeiten zurückversetzt als dort noch Chorherren und Nonnen lebten.

Die Route verläuft nun weiter hinab ins Tal zum malerischen Herrenbachstausee. In der wunderschönen Natur lässt es sich hervorragend rasten, bevor die Strecke den Landkreis Göppingen verlässt und in Richtung Rems-Murr-Kreis führt.