» Adelberg – Kirchberg a. d. M.

Von Adelberg geht es durch den Schurwald hinunter nach Winterbach. An der Rems entlang führt die Route nach Schorndorf, wo man der schwäbischen Geschichte auf Schritt und Tritt begegnet: Die großen Bürger der Stadt haben an vielen Stellen im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Von Gottlieb Daimler bis zu Barbara Künkelin, der furchtlosen Anführerin der berühmten „Schorndorfer Weiber“. Die malerischen Gassen der historischen Altstadt mit ihrer Fachwerkkulisse und die zahlreichen Cafés in der Fußgängerzone laden zum Verweilen ein.

Durchs Remstal führt die Route nun nach Lorch. Weit sichtbar liegt das im Jahre 1102 gegründete Kloster auf der Höhe über der Stadt.
Ab hier kommt der bei der Fahrt im Remstal noch geschonte Elektroantrieb zum Einsatz.  Von Lorch geht es durch den Wald kräftig bergauf zur Welzheimer Hochebene.

Entlang der Linie der ehemaligen römischen Reichsgrenze Limes erreicht man die Stadt Welzheim. Zahlreiche Zeugnisse der römischen Vergangenheit lohnen hier einen Besuch.  Für das leibliche Wohl sorgt eine regional geprägte Gastronomie oder wahlweise der einzige original bayerische Biergarten. Im Archäologischen Park Ostkastell lässt sich in der großen Freianlage sehen, wie die 200 Mann starken Auxiliartruppen gelebt haben.

Das Westtor wurde aufwändig mit zwei Tortürmen nachgebildet. In der Südwestecke des Kastells ist einer der beiden Brunnen zu sehen, aus denen Archäologen einzigartige Schätze geborgen haben. Unter anderem dutzende römische Sandalen, in ihrer Masse ein einzigartiger Fund. Teile davon und andere Römerfunde können im neu gestalteten Städtischen Museum Welzheim, teilweise auch multimedial über die „Virtuellen Limeswelten“, besichtigt werden.

Von Welzheim geht es nun mit Blick bis zu den Kaiserbergen über die Hochebene zum Ebnisee. Der ehemalige Flößersee bietet mehrere Gasthäuser und Kioske, Bademöglichkeiten mit Liegewiese und einen Bootsverleih. Durch dichte Wälder geht es vom Ebnisee zur Köchersberger Ebene, vorbei an traditionellen Streuobstwiesen und kleinen Weilern.

Von hier reicht der Blick bis ins Heilbronner Land, bevor es steil hinunter geht ins Zentrum des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald, in die ehemalige Klosterstadt Murrhardt.

Das Naturparkzentrum lädt hier mit einer Ausstellung über die Geologie, Flora und Fauna des Naturparkgebiets zu einem informativen Stopp ein. Das örtliche Carl-Schweizer-Museum zeigt in seiner Ausstellung naturkundliche Objekte sowie Funde aus der antiken Römergeschichte und des mittelalterlichen Klosters Murrhardt.

Entlang des Limes führt die Strecke durch den Wald aus dem Murrtal hinaus hoch nach Großerlach, einem der höchsten Punkte im Schwäbischen Wald. Im Ortsteil Grab passiert man die Wachturmanlage auf dem Heidenbuckel. Auf dem zweithöchsten Geländepunkt des Obergermanischen Limes (ca. 150 bis 260 n. Chr.), ist hier ein etwa 14 Meter hoher Limesturm mit Palisade, Wall und Graben rekonstruiert.

Vom Land der Römer geht es nun ins Land der Räuber. Vom Weg über die Hochebene sieht man immer wieder hinunter in dichte Wälder und tiefe Klingen, die ideale Verstecke für Bösewichte boten.

Die Strecke führt an Vorderbüchelberg vorbei, steil hinab bis Spiegelberg und von dort aus gleich wieder steil bergan bis zum Juxkopf. Hier macht das Fahren mit Elektroantrieb so richtig Spaß.

Über die Höhe bei Jux und Nassach, mit wunderbarem Blick ins Heilbronner Land, führt der Weg nun hinab in die Weinbaugebiete bei Aspach.

Unweit des Aspacher Teilortes Kleinaspach befindet sich der Skulpturenpfad „Lapidarium“ mit seinen alten Grenzsteinen und einem Einblick in das, was der Aspacher Raum an Funden aus der Stein- und Römerzeit zu bieten hat.
Weiter geht es – teilweise entlang der Murr – nach Marbach am Neckar. Unweit der Geburtsstadt Friedrich Schillers mündet die Murr nach gut 51 km in den Neckar.