» Hauptroute

Speziell für die E-Bike-Region Stuttgart haben wir auf unseren Haupt- und Nebenrouten die schönsten Ecken unserer Landkreise für Sie ausgesucht. Viel Spaß und Erholung beim E-Biken!

Die Pedelec-Hauptroute

Routenabschnitt 1: Kirchberg a. d. M. - Ditzingen

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In Erdmannhausen führt die Route in nördlicher Richtung entlang der K 1605 vorbei an der S-Bahn-Haltestelle Erdmannhausen-Rielingshausen auf den Stromberg-Murrtal-Weg. Über diesen Radweg erreicht man Steinheim an der Murr. Dort bietet sich in der Nähe des Marktplatzes neben dem historischen Rathaus ein Besuch des Urmensch-Museums an.

Vorbei an den Sportstätten der Gemeinde Murr und der Mündung der Murr in den Neckar geht es nach Marbach am Neckar. Bevor dort der Neckar in westlicher Richtung überquert wird, sollte auf jeden Fall ein Besuch der historischen Altstadt Marbach eingeplant werden. Diese hat viel zu beiten. Neben Schillers Geburtshaus und dem des Mathematikers Tobias Mayer ist die Besichtigung des Schiller-Nationalmuseums, des Deutschen Literaturarchivs Marbach sowie des Literaturmuseums der Moderne empfehlenswert.

Nach der Überquerung des Neckars geht es über Benningen am Neckar entlang der großen Neckarschleife bei Freiberg am Neckar weiter nach Ingersheim. In der passierten Flussaue liegen die Naturschutzgebiete „Altneckar“ und „Pleidelsheimer Wiesental“, einer der letzten naturnahen Flussabschnitte des Neckars im Regierungsbezirk Stuttgart, die besonders Zugvögeln als Rastplatz dienen. Nicht weit davon entfernt lebt eine der größten Graureiherkolonien des Landkreises.

Von Ingersheim aus geht es in westlicher Richtung weiter durch den Bietigheimer Forst in die mittelalterliche Fachwerkstadt Bietigheim-Bissingen durch die sich die Enz schlängelt.

In Bietigheim-Bissingen steht am Bahnhof die im Herbst 2013 neu eröffnete, landesweit erste E-Bike-Station. Dort können Pedelecs rund um die Uhr ausgeliehen, aber auch private Pedelecs eingestellt und die Akkus aufgeladen werden.

Ein Abstecher in die reizvolle historische Stadt lohnt sich . Sehenswert sind das Rathaus sowie das Hornmoldhaus, das zu den bedeutendsten Renaissancegebäuden Süddeutschlands gehört, die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Pulverturm, die moderne Villa Visconti, ein modernes „Haus der Köpfe“, sowie das Eisenbahnviadukt, das zu den schönsten Kunstbauten aus der Frühzeit der deutschen Eisenbahnen zählt.

Auf dem Enztal-Radweg geht es vorbei am ehemaligen Gartenschaugelände über Bissingen zum Teilort Untermberg. Oberhalb von Untermberg liegt, noch auf der Gemarkung der Stadt Sachsenheim, die Burgruine „Alt-Sachsenheim“, die Mitte des 13. Jahrhunderts als Herrschaftssitz der Herren von Sachsenheim 2 km südöstlich der heutigen Stadt in beherrschender Lage über dem Enztal erbaut wurde. Sie ist sozusagen die Keimzelle der Stadt Sachsenheim und gleichzeitig ihr Namensgeber. Die schöne Lage oberhalb des Enztals bietet einen herrlichen Ausblick, der zum kurzen Verweilen einlädt.
Entlang des Enztal-Radweges führt die Route zum „Enzeck“, einer 180° Kehre der Enz mit herrlichem Blick auf den Fluss und die angrenzenden Wälder. Über eine Rad- und Fußgängerbrücke geht es weiter zum Markgröninger Stadtteil Unterriexingen.

In Unterriexingen, vorbei an der Unterriexinger Bachmühle, geht es über den Glemsmühlen Weg in die mittelalterliche Stadt Markgröningen, bekannt durch den jährlich stattfindenden Schäferlauf. Hier lohnt es sich, den Marktplatz mit seinen schönen Fachwerkhäusern zu besuchen.  Durch das idyllische und ursprüngliche Glemstal mit einer Vielzahl noch erhaltener und sehenswerter Mühlen führt die Route über Schwieberdingen (zweite E-Bike-Station in der Region Stuttgart, ab Frühjahr 2014) und Ditzingen in den Landkreis Böblingen.

Routenabschnitt 2: Ditzingen - Waldenbuch

Herrenberg Altstadt / Schuhgasse / Foto: Gabriel Holom

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Leonberg verbindet als eine der ältesten württembergischen Städte Historisches mit Modernem, schwäbische Gemütlichkeit mit pulsierender Geschäftigkeit. Besonders sehenswert ist der Pomeranzengarten unterhalb des Schlosses, der 1609 vom berühmten Renaissancebaumeister Heinrich Schickhardt angelegt und 1980 originalgetreu restauriert wurde.

Über den Stadtteil Silberberg führt die Route auf dem Nah.Tour.Radweg. nach Renningen. Ein besonderes Erlebnis ist das Naturtheater, eine idyllisch im Wald gelegene Freilichtbühne.

Im Herzen des Heckengäus liegt Weil der Stadt, die ehemals freie Reichsstadt mit ihrer sehenswerten, historischen Altstadt. Berühmter Sohn der Stadt ist der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler.

Durch das Würmtal geht es flussaufwärts nach Grafenau. Das Schloss Dätzingen prägt die Ortsmitte des gleichnamigen Ortsteils. Im berühmten Maltesersaal finden immer wieder Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Ein landschaftlich besonders schöner Abschnitt der Würm liegt zwischen Grafenau und Aidlingen, der Perle des Heckengäus. Das hier gelegene Naturschutzgebiet Venusberg ist das größte im Landkreis Böblingen und fasziniert durch seine Wacholderheiden, Hecken, Steinriegel und Wiesenflächen. Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall.

Städtebauliche Akzente setzt Ehningen mit der gelungenen Renovierung alter Häuser, der harmonischen Neugestaltung der Ortsmitte und seinem Schloss mit Mansardwalmdach.

Wer auf dem Weg nach Rohrau mit wachem Blick durch das Naturschutzgebiet Krebsbachaue radelt, kann im Frühjahr und Sommer mit etwas Glück den selten gewordenen Kiebitz beobachten, dessen Wiederansiedlung hier geglückt ist. Rohrau liegt idyllisch am Schönbuchrand und bietet mit einer Sandmühle und einer historischen Schmiede ein besonderes Museumsensemble. Beide erinnern, wie die sichtbaren Gips- und Sandsteinbrüche oberhalb des Orts, an das Leben und Arbeiten der Sandbauern und Handwerker im 19. und 20. Jahrhundert.

Vor  dem Anstieg in den Schönbuch bietet ein Abstecher (ca. 1,5 km) in die Ortsmitte von Nufringen an, um die Akkus von Pedelec und Fahrer wieder aufzuladen.

Nach einer relativ kurzen Fahrt durch den Schönbuch führt der Weg nach Herrenberg. Im Bereich des Schlossberges lohnt ein Abstecher zum Aussichtspunkt. Genießen Sie den herrlichen Ausblick auf Gäu und Schönbuch!
Herrenbergs sehenswerte Altstadt wurde 1983 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Besucher können sie auf einem Fachwerkpfad entdecken. Weithin sichtbar thront die Stiftskirche, eine gotische Hallenkirche, über der Stadt. Im Turm kann das überregional bekannte Glockenmuseum besichtigt werden. Sollte die Pause etwas länger dauern – eine radfahrerfreundliche Unterkunft mit hervorragender schwäbischer Küche freut sich auf Ihren Besuch.

Nach Geschichte und Kultur führt die Route in die Natur, ins „grüne Herz Württembergs“. Nicht umsonst wurde dem Naturpark Schönbuch der Titel „Wald des Jahres 2014“ verliehen. Vielleicht erhaschen Sie auch einen Blick auf den König des Waldes – den Rothirsch.

Das auf der Schönbuchlichtung gelegene Weil im Schönbuch hat sich seinen unverfälschten dörflichen Charakter bis in die heutige Zeit bewahrt. Etwas außerhalb liegt das Baumhaushotel,eine Übernachtungsmöglichkeit der etwas anderen Art.
Auf dem Weg nach Waldenbuch führt die Route vorbei am Waldkulturdenkmal „Neuweiler Viehweide„, einer mittelalterlichen Waldnutzungsform, die hier wiederbelebt wurde. Am Ende des Fäulbachtals weist ein Schild den (Fuß-)Weg (ca. 1 km) zu einer Aussichtsplattform. Im Sommer lassen sich hier mit etwas Glück die weidenden Tiere beobachten.

Gleich am Ortseingang von Waldenbuch verführt Sie quadratische Schokolade und Kunst. Die gut erhaltene Altstadt mit Schloss (Landesmuseum der Alltagskultur), kunstvollen Fassaden und schön gestalteten Plätzen lädt zur Zeitreise ein. Auch hier erleichtert eine radfahrerfreundliche Unterkunft die Entscheidung zu einer ausgedehnten Pause.

Routenabschnitt 3: Waldenbuch - Schopfloch

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Der Tourabschnitt startet in Waldenbuch und folgt der Aich durch den Schönbuch nach Aichtal im Landkreis Esslingen. In Aichtal, das noch auf dem Museumsradweg liegt, laden das Häfner-, das Bäckerei- sowie das Heimat- und Schulmuseum zu einem Besuch ein.

Von hier führt die Tour hinab nach Neckartailfingen ins schöne Neckartal. Der Aileswasensee südlich der Gemeinde lädt im Sommer zu erfrischendem Badevergnügen ein.

Weiter auf dem Neckartal-Radweg flussabwärts wird die große Kreisstadt Nürtingen erreicht. Ein Bummel durch die historische Altstadt oder die Einkehr in eines der zahlreichen Cafés bilden einen schönen Zwischenstopp auf der Route. Hoch oben, auf dem Turm der gotischen Stadtkirche St. Laurentius, gibt es einen herrlichen Rundblick über Nürtingen und das Neckartal bis zum Albtrauf. Mit einem Besuch Nürtingens wandelt man zugleich auf den Spuren berühmter Dichter wie Friedrich Hölderlin und Eduard Mörike, die einst in der Stadt am Neckar lebten und hier zu vielen ihrer Werke inspiriert wurden.

Von Nürtingen nimmt die Tour eine Wendung in Richtung Süden über Frickenhausen nach Kohlberg am Fuße des Jusiberges. Der Jusi ist der größte Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans. Mit Kohlberg ist zugleich das Biosphärengebiet Schwäbische Alb erreicht. Seit dem 26. Mai 2009 ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb auch als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Das Biosphärengebiet erstreckt sich vom Albvorland über den steil aufsteigenden Albtrauf, die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Die Hang- und Schluchtenwälder am Albtrauf, die landschaftsprägenden Streuobstwiesen im Albvorland und die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden, Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Biosphärengebiet.

Ab Kohlberg bietet die Route auf dem Weg nach Neuffen entlang dem Albtrauf eine wunderschöne Aussicht. Man befindet sich im Gebiet des neugegründeten Schwäbischen Streuobstparadieses e.V. Durch die größte zusammenhängende Streuobstlandschaft Mitteleuropas geht es zwischen Weinbergen und Obstwiesen vorbei an der historischen Burgruine Hohenneuffen.

Hier wurde mit der Dreiländerkonferenz im Jahr 1948 die Gründung des Landes Baden-Württemberg vorbereitet.

Jenseits des Hohenneuffens führt die Tour nach Beuren. Der Ortskern weist wunderbar erhaltene Fachwerkhäuser auf. Am Ortsrand liegt das Freilichtmuseum des Landkreise.

Die 23 historischen Häuser auf dem Museumsgelände vermitteln ein authentisches Bild vom einstigen Leben und Arbeiten auf der Schwäbischen Alb und im Albvorland. Das Freilichtmuseum ist zudem Informationszentrum des Biosphärengebiets. In der nahegelegenen Panorama Therme kann man einen entspannenden Zwischenstopp einlegen.

Nicht weit von Beuren wird als nächstes die schwäbische Whisky-Hauptstadt Owen angesteuert. Owen liegt im Schatten der Zähringer-Burg Teck, welche auf eine bewegte Geschichte zurückblickt.

Weiter geht es im Lenninger Tal auf dem Lauter-Alb-Lindach Radweg durch mehrere Stadteile Lenningens über die „Alte Steige“ auf die Albhochfläche zum Naturschutzzentrum Schopflocher Alb. Das Naturschutzzentrum, letzter Stopp im Landkreis, ist nicht nur Biosphärengebiet-Informationszentrum, sondern auch Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb. Hier kann sich der Besucher vielseitig über die vielen Facetten der Schwäbischen Alb informieren.

Routenabschnitt 4: Schopfloch - Adelberg

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Über die anmutige Burgruine Reußenstein, die hoch auf einem Felsen über dem Neidlinger Tal liegt, gelangt man in den Landkreis Göppingen.

Am Bläsiberg vorbei geht es hinab ins Hasental. Man passiert den romantischen Quelltopf der Fils, die sich in ihrem weiteren Verlauf tief ins Karstgestein gegraben und den Landkreis Göppingen über die Jahrtausende maßgeblich geprägt hat.

Nach kurzer Zeit erreicht man Wiesensteig, ein mittelalterliches Städtle. Eng verwinkelte Straßen und Gassen, die eindrucksvolle Stiftskirche St. Cyriakus, das malerische Residenzschloss der Helfensteiner und die vielen pittoresken Fachwerkbauten zeugen von früheren Zeiten.

Immer der Fils entlang gelangt man über Mühlhausen im Täle nach Gosbach. Dort bietet sich die Gelegenheit für einen kurzen Halt im Natur-Genuss-Zentrum, um sich über die Vielfalt der regionalen Produkte zu informieren oder um die daneben liegende Mühle zu besichtigen.

Das gesamte Obere Filstal ist geprägt von den bewaldeten Hängen des Albtraufs. Aber auch von Streuobstwiesen und Wacholderheiden mit einer Vielzahl an seltenen Pflanzen wie Orchideen, Enziane und Silberdisteln. Oft sind Schafe und Ziegen zu sehen, die für die Pflege der Wiesen und Heiden eingesetzt werden – daher wird das Tal auch liebevoll „Goißatäle“ genannt.

Weiter geht es nach Bad Ditzenbach, wo nach den radlerischen Anstrengungen das Thermalbad zur Entspannung einlädt. Als Pedelec-Fahrer können Sie auch leicht noch einen Abstecher hinauf zur Ruine Hiltenburg machen.

Rund um Deggingen lohnt sich ein Ausflug in eines der malerischen Seitenteiler, u.a. in das Dürrntal, um einen der größten Schafzuchtbetriebe der Region zu besuchen. Ein paar Kilometer weiter, am Rande von Deggingen, liegt die bekannte Wallfahrtskirche Ave Maria. Hier kann man die Stille im Kirchenraum genießen oder auch an einer Klosterführung der Kapuzinermönche teilnehmen.

Etwas weiter flussabwärts ist schon von Weitem die 250 Meter hohe Hausener Wand zu erkennen, die vermutlich nach einem Felsrutsch am Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Gleich danach folgt der wunderschöne Kurort Bad Überkingen – das ein weit bekanntes Kleinod unter den Thermalbädern beherbergt.

Die nächste Station ist Geislingen an der Steige, auch Fünftälerstadt genannt, mit einer bezaubernden Altstadt. Die Burgruine Helfenstein mit ihren wunderschönen Ausblicken oder die Fabrikverkäufe bei der WMF-Fischhalle laden zu einer längeren Rast ein.

Weiter geht es an dem Flüsschen Eyb entlang durch das idyllische und ruhige Naturschutzgebiet „Eybtal“. Dieses ist mit seinen 1.300 Hektar das größte im Regierungsbezirk Stuttgart. 20 markante Weißjura-Felsen, naturnahe Waldbestände, zahlreiche Schluchtwälder und Klingen, Quellen, Bäche, Streuobstwiesen sowie 400 Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen, gehören zu den Besonderheiten.

Auf dem Weg passiert man die „Obere Roggenmühle“, die eingebettet im engen Tal liegt und heute ein beliebtes Ausflugsziel mit Forellenzucht ist. Das sprudelnde Wasser aus dem Mordloch, einer mit Wasser gefüllten Höhle, füllt die Forellenteiche und fließt am Ende der Mühle in die Eyb.

Die nächste Station ist Treffelhausen, wo die Eyb aus einer Fels-kluft entspringt. Von hier aus gelangt man über steiles Gelände hinab nach Lauterstein. Dort steht das malerische Schloss Weißenstein. Die Geschichte des Schlosses und der früheren Burg reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute befindet es sich in Privatbesitz und ist als Hochburg der Mikrofotografie weltweit bekannt.

Weiter geht es nach Nenningen. Mitten im Ort befindet sich direkt am Ufer der Lauter eine Friedhofskapelle von 1582, die einen Besuch wert ist. Das Schmuckstück der Kapelle ist eine 163 cm hohe Pieta aus Lindenholz, ein Spätwerk des berühmten bayrischen Hofbildhauers Ignaz Günther.

Der Weg führt durch das schöne und sagenumwobene Christental mit einem sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Stausee.

Über die Reiterleskapelle bei Tannweiler gelangt man bis an den Fuß des Stuifen (757 m ü. NN). Zusammen mit dem Rechberg (707 m ü. NN) und dem Hohenstaufen (684 m ü. NN) bildet er die Drei Kaiserberge. Mit ihren markanten Formen prägen sie die Silhouette der Landschaft rund um Göppingen. Der berühmteste dieser Zeugenberge ist zweifellos der Hohenstaufen, auf dem einst die Stammburg des berühmten Kaisergeschlechts der Staufer stand.

Die Route führt vom Stuifen aus am Rechberg vorbei über den Aasrücken – mit seinen herrlichen Ausblicken in das Ottenbacher Tal – zum Ort Hohenstaufen. Dort angekommen, empfiehlt sich ein Besuch im Dokumentationszentrum für staufische Geschichte. Hier erfährt man alles über das Herrscherhaus der Staufer. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Aussichtsplateau des Hohenstaufen selbst, der mit den Resten der Burgruine, seiner neu gestalteten Gastronomie und einem einzigartigen Rundblick für die Mühen des Aufstiegs entlohnt.

Zu empfehlen sind darüber hinaus die Barbarossakirche in Hohenstaufen sowie die nahe gelegene „Spielburg“, einem landschaftlich überaus reizvoll auf einer Weißjura-Scholle gelegenen Naturschutzgebiet.

Weiter geht es hinab ins Tal nach Wäschenbeuren. Die imposanten Mauern des abseits gelegenen Wäscherschlosses, das im Jahr 2011 „Burg des Jahres“ war, sind sicher einen Besuch wert.

Der Weg verläuft nun auf dem Kaisersträßle, eine aus dem Mittelalter überlieferte Ost-West-Verbindungslinie über den Höhenrücken des Schurwaldes.

Nach einigen Kilometern bergauf und bergab erreicht man Börtlingen. Schon von Weitem ist der Reinhold-Maier-Turm zu sehen. Der leuchtturmähnliche Aussichtsturm war ursprünglich ein alter Wasserturm. Von oben reicht der Blick von den Drei Kaiserbergen über die Täler von Fils und Rems bis hin zu den Bergen der Schwäbischen Alb, der „Blauen Mauer“, wie Eduard Mörike sie nannte.

Vor dem „Aufstieg“ nach Adelberg lohnt noch zur „Stärkung“ die Einkehr in das bekannte Ausflugslokal Zachersmühle.

In Adelberg ist der Besuch des Klosters ein absolutes Muss. Bei einem Spaziergang durch die Anlage rund um die mehr als 500 Jahre alte Ulrichskapelle, fühlt man sich in frühere Zeiten zurückversetzt als dort noch Chorherren und Nonnen lebten.

Die Route verläuft nun weiter hinab ins Tal zum malerischen Herrenbachstausee. In der wunderschönen Natur lässt es sich hervorragend rasten, bevor die Strecke den Landkreis Göppingen verlässt und in Richtung Rems-Murr-Kreis führt.

Routenabschnitt 5: Adelberg - Kirchberg a. d. M.

Ostkastell

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Von Adelberg geht es durch den Schurwald hinunter nach Winterbach. An der Rems entlang führt die Route nach Schorndorf, wo man der schwäbischen Geschichte auf Schritt und Tritt begegnet: Die großen Bürger der Stadt haben an vielen Stellen im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Von Gottlieb Daimler bis zu Barbara Künkelin, der furchtlosen Anführerin der berühmten „Schorndorfer Weiber“. Die malerischen Gassen der historischen Altstadt mit ihrer Fachwerkkulisse und die zahlreichen Cafés in der Fußgängerzone laden zum Verweilen ein.

Durchs Remstal führt die Route nun nach Lorch. Weit sichtbar liegt das im Jahre 1102 gegründete Kloster auf der Höhe über der Stadt.
Ab hier kommt der bei der Fahrt im Remstal noch geschonte Elektroantrieb zum Einsatz.  Von Lorch geht es durch den Wald kräftig bergauf zur Welzheimer Hochebene.

Entlang der Linie der ehemaligen römischen Reichsgrenze Limes erreicht man die Stadt Welzheim. Zahlreiche Zeugnisse der römischen Vergangenheit lohnen hier einen Besuch.  Für das leibliche Wohl sorgt eine regional geprägte Gastronomie oder wahlweise der einzige original bayerische Biergarten. Im Archäologischen Park Ostkastell lässt sich in der großen Freianlage sehen, wie die 200 Mann starken Auxiliartruppen gelebt haben.

Das Westtor wurde aufwändig mit zwei Tortürmen nachgebildet. In der Südwestecke des Kastells ist einer der beiden Brunnen zu sehen, aus denen Archäologen einzigartige Schätze geborgen haben. Unter anderem dutzende römische Sandalen, in ihrer Masse ein einzigartiger Fund. Teile davon und andere Römerfunde können im neu gestalteten Städtischen Museum Welzheim, teilweise auch multimedial über die „Virtuellen Limeswelten“, besichtigt werden.

Von Welzheim geht es nun mit Blick bis zu den Kaiserbergen über die Hochebene zum Ebnisee. Der ehemalige Flößersee bietet mehrere Gasthäuser und Kioske, Bademöglichkeiten mit Liegewiese und einen Bootsverleih. Durch dichte Wälder geht es vom Ebnisee zur Köchersberger Ebene, vorbei an traditionellen Streuobstwiesen und kleinen Weilern.

Von hier reicht der Blick bis ins Heilbronner Land, bevor es steil hinunter geht ins Zentrum des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald, in die ehemalige Klosterstadt Murrhardt.

Das Naturparkzentrum lädt hier mit einer Ausstellung über die Geologie, Flora und Fauna des Naturparkgebiets zu einem informativen Stopp ein. Das örtliche Carl-Schweizer-Museum zeigt in seiner Ausstellung naturkundliche Objekte sowie Funde aus der antiken Römergeschichte und des mittelalterlichen Klosters Murrhardt.

Entlang des Limes führt die Strecke durch den Wald aus dem Murrtal hinaus hoch nach Großerlach, einem der höchsten Punkte im Schwäbischen Wald. Im Ortsteil Grab passiert man die Wachturmanlage auf dem Heidenbuckel. Auf dem zweithöchsten Geländepunkt des Obergermanischen Limes (ca. 150 bis 260 n. Chr.), ist hier ein etwa 14 Meter hoher Limesturm mit Palisade, Wall und Graben rekonstruiert.

Vom Land der Römer geht es nun ins Land der Räuber. Vom Weg über die Hochebene sieht man immer wieder hinunter in dichte Wälder und tiefe Klingen, die ideale Verstecke für Bösewichte boten.

Die Strecke führt an Vorderbüchelberg vorbei, steil hinab bis Spiegelberg und von dort aus gleich wieder steil bergan bis zum Juxkopf. Hier macht das Fahren mit Elektroantrieb so richtig Spaß.

Über die Höhe bei Jux und Nassach, mit wunderbarem Blick ins Heilbronner Land, führt der Weg nun hinab in die Weinbaugebiete bei Aspach.

Unweit des Aspacher Teilortes Kleinaspach befindet sich der Skulpturenpfad „Lapidarium“ mit seinen alten Grenzsteinen und einem Einblick in das, was der Aspacher Raum an Funden aus der Stein- und Römerzeit zu bieten hat.
Weiter geht es – teilweise entlang der Murr – nach Marbach am Neckar. Unweit der Geburtsstadt Friedrich Schillers mündet die Murr nach gut 51 km in den Neckar.